6 Gründe für das Homeoffice nach Corona

6 Gründe für das Homeoffice nach Corona

„Hier bin ich einfach produktiver!“ So überzeugen Sie ihren Chef davon, nach den Lockerungen der Corona-Maßnahmen weiter von zu Hause arbeiten zu dürfen.


Viele Arbeitnehmer haben in den vergangenen Wochen von zu Hause gearbeitet. Nun werden die Corona-Maßnahmen nicht nur von Bund und Ländern, sondern auch von den meisten Arbeitgebern nach und nach zurückgefahren und der Normalbetrieb wird wiederhergestellt. Für die Wirtschaft ist das gut so, endlich können auch kleine und mittelständische Betriebe ein bisschen aufatmen. Doch viele Arbeitnehmer haben in der Corona-Zeit die positiven Seiten des Homeoffice entdeckt. Denn der kleine Plausch mit den Kollegen in der Teeküche hat einem vielleicht gefehlt, aber man konnte auch feststellen, wie produktiv und ungestört man von zu Hause arbeiten kann.

Jetzt gibt es keinen zwingenden Grund mehr, von zu Hause zu arbeiten. Die meisten Betriebe haben passende Hygiene-Konzepte erarbeitet und viele Chefs begrüßen es, dass die Mitarbeiter endlich wieder an ihren Schreibtischen sitzen. Doch was ist eigentlich mit einem Recht der Arbeitnehmer auf Homeoffice? Denn wenn sich einige Dinge von zu Hause schneller erledigen lassen als im Büro, müsste Homeoffice doch im Sinne aller sein? Welche stichhaltigen Argumente gibt es, die auch den Chef davon überzeugen?




1.    Höhere Produktivität

Nicht nur Privatpersonen haben einen Anstieg der eigenen an Produktivität im Homeoffice festgestellt, auch Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) bestätigt diesen Eindruck. In einem neuen Gesetz möchte er das Recht auf Homeoffice für Arbeitnehmer festhalten: "Ich arbeite an einem neuen Gesetz für ein Recht auf Homeoffice, das ich bis Herbst vorlegen werde. Jeder, der möchte und bei dem es der Arbeitsplatz zulässt, soll im Homeoffice arbeiten können – auch wenn die Corona-Pandemie wieder vorbei ist" sagte Arbeitsminister Hubertus Heil der Bild am Sonntag.

Er schlägt vor, dass Arbeitnehmer "entweder komplett auf Homeoffice umsteigen (dürfen) oder auch nur für ein oder zwei Tage die Woche". Zwar lehnen die Arbeitgeber in Deutschland einen generellen Rechtsanspruch auf Homeoffice ab und es steht noch in den Sternen, ob so ein Gesetz wirklich erlassen wird, ein guter Argumentationsgrund dürfte es dennoch sein.

2.    Gute Homeoffice Erfahrung in anderen Ländern

In Deutschland ist die Arbeit aus dem Homeoffice derzeit stark unterrepräsentiert. Laut Eurostat lag der Anteil der Beschäftigten, die ihre Arbeit dauerhaft von zu Hause erledigen gerade mal bei 5 Prozent. In anderen europäischen Ländern wie, Österreich (10 Prozent), Finnland (13,3 Prozent) und den Niederlanden (14 Prozent) sieht das ganz anders aus.



In anderen Ländern nutzen viele das Arbeiten von zu Hause flexibel. So arbeiten in Schweden 32 Prozent, in Finnland 28 Prozent und in den USA 20 Prozent der Arbeitnehmer teilweise aus dem Homeoffice, während es in Deutschland gerade einmal 12 Prozent sind. Das geht aus einer Statistik der Internationalen Arbeitsorganisation der UN (ILO) aus dem Jahr 2017 hervor.

3.    Höhere Flexibilität bei der Auswahl von Fachkräften

Qualifizierte Arbeitskräfte zu bekommen und diese auch zu halten, ist für viele Unternehmen immer schwieriger. Gerade wenn die Mitarbeiter den Wohnort wechseln, orientieren sie sich beruflich neu. Gut ausgebildete Fachkräfte und langjährig geschätzte Kollegen verlassen ihren Arbeitgeber aus diesem Grund. Wer die Perspektive Homeoffice in Aussicht gestellt bekommt wird diesen Schritt vielleicht noch einmal überdenken. Auch neue, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen, kann mit einer Option auf Heimarbeit leichter fallen.

4.    Bessere Umweltbilanz des Unternehmens

Auch die Umweltbilanz eines Unternehmens kann sich durch einen flexiblen Einsatz von Homeoffice verbessern. Lange Pendlerstrecken können so vermieden werden. Laut eines Gutachtens des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft (ifaa) kann die Arbeit von zu Hause einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Wenn zehn Prozent der Beschäftigten in Deutschland einen Tag in der Woche von Hause arbeiten würden, könnte man rund 4,5 Milliarden Kilometer an Pendlerstrecke und damit ungefähr 850 Millionen Kilogramm C02 pro Jahr einsparen. Das geht aus einem Artikel des Tagesspiegels hervor.



5.    Größere Zufriedenheit der Beschäftigten

Ein weiterer Faktor, den Arbeitgeber nicht unterschätzen sollten, ist die Zufriedenheit der Mitarbeiter, welche durch das Angebot von Heimarbeit und flexiblen Arbeitszeiten stark gesteigert wird. Schon vor Corona haben sich viele Erwerbstätige in Deutschland ein Recht auf Homeoffice gewünscht. Nach einer Studie des IT- Branchenverbands Bitkoms gaben 45 Prozent der Befragten an, dass sie gerne flexibler über ihre Arbeitszeit und Arbeitsort bestimmen würden. Diese Zahl dürfte nach den Homeoffice-Erfahrungen vieler noch gestiegen sein.

6.    Digitalisierung und Prozessoptimierung

Die Corona-Krise hat die Digitalisierung in Deutschland beschleunigt. Wichtig ist es jetzt, diesen Trend nicht wieder auszubremsen. Viele Prozesse, die vorher analog liefen, mussten mit der Umstellung auf Telearbeit digitalisiert werden. So konnten viele Firmen zum Beispiel ihren Briefversand mit LetterXpress digitalisieren.

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Dieser Beitrag wurde am 18.05.2020 in Tipps und Tricks veröffentlicht.

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